Das Pädagogische Projekt
der katholischen Pfadinderschaft Europas
Österreich
der katholischen Pfadinderschaft Europas
Österreich
Eine Bewegung für die Erziehung
Der Verband der Katholischen Pfadfinderschaft Europas Österreich ist eine Bewegung für die Erziehung durch die Pfadfindermethode, neben Familie und Schule. Wir streben nach einer Entfaltung der Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen im Spiel und im Abenteuer in der Natur und laden zu einer altersgemäßen Verantwortung ein.
Eine Bewegung zur Ausbildung von Jugendlichen
Die Pfadfindermethode will nicht lehren, sondern die Jugendlichen zur Selbstbestimmung führen indem der Pfadfinder lernt selbstverantwortlich für eine ausgeglichene Entwicklung seiner eigenen Persönlichkeit zu sorgen. Er lernt eigenständig zu sein, seine Freiheit auszuschöpfen und sich gleichzeitig den Vorgaben anzupassen.
Eine Bewegung für alle
Die Bewegung der Pfadfinder und Pfadfinderinnen Europas steht allen offen, die das Abenteuer des Pfadfindertums erleben möchten, auch jungen Behinderten. Unser Verband ist davon überzeugt, dass das Pfadfindertum eine Erziehungsmethode anbietet von der viele Jugendliche profitieren sollten.
Eine christliche Bewegung
Der Verband der Katholischen Pfadfinderschaft Europas Österreich (KPE-Ö) ist ein katholisches Mitglied der Internationalen Union der Pfadfinderinnen und Pfadfinder Europas (Union Internationale des Guides et Scouts d’Europe, UIGSE), die vom päpstlichen Rat für die Laien als private internationale Vereinigung von Gläubigen päpstlichen Rechts anerkannt ist. Die UIGSE hat auch orthodoxe und evangelische Verbände. Die Pfadfinder Europas legen einen großen Wert auf den christlichen Aspekt ihrer Pädagogik, welche aus dem Evangelium hervorgeht und die Berufung von jedem Christen zur Heiligkeit fördert.
Eine Bewegung des Engagements in der Gesellschaft
Inmitten der heutigen Welt strebt das Pfadfindertum nach dem Verantwortungssinn und der Aufwertung des Dienstes am Anderen und für das Gemeinwohl. Das Leben in Einheiten (Meute, Trupp, Clan) lehrt die Regeln des gesellschaftlichen Lebens und bereitet die Jugendlichen darauf vor, täglich eine aktive Rolle in der Gesellschaft zu übernehmen. Außerdem achtet die KPE-Ö auf ihre strikte politische Neutralität.
Eine europäische Bewegung
Die KPE-Ö ist Mitglied der UIGSE, welche über 62.000 Jugendliche aus zweiundzwanzig europäischen Staaten in einem Dachverband vereint. Sie setzt sich für die Einheit Europas sowie für die Verbindungen zwischen den Jugendlichen durch internationalen Austausch, Partnerschaften und internationale Lager ein. Die UIGSE ist als internationale NGO (Non-Governmental Organisation – Nichtregierungsorganisation) anerkannt, und hat im Europäischen Rat einen Sitz mit Konsultationsstatus.
Eine Bewegung in der Natur, Geschenk Gottes
Während des Pfadfinderspiels in der Natur, bei Ausflügen oder Lagern, wird dem Jugendlichen bewusst, dass die Natur und die Schöpfung zu schützen sind.
Eine Bewegung für Friede und Einheit
Das Pfadfindertum wurde von ihrem Gründer, Lord Robert Baden-Powell (1857-1941), als eine internationale Bewegung von Jugendlichen gegründet. Heute gibt es eine große Auswahl an Pfadfinderverbänden und jeder Pfadfinder ist aufgefordert jeden anderen Pfadfinder als Bruder anzuerkennen.
"DIE HARMONISCHE ENTWICKLUNG DER PERSÖNLICHKEIT DURCH DIE FÜNF UNTRENNBAREN ZIELE DES PFADFINDERTUMS"
Was ist das Ziel des Pfadfindertums?
Jedem Jugendlichen zu helfen verantwortlich und frei zu werden, um seinen Nächsten zu lieben, ihm zu dienen und dadurch seiner Berufung zu folgen. In diesem Sinn ist das Pfadfindertum ein Weg zur Heiligkeit, ein Weg der eine enge Verbindung zwischen dem konkreten und dem geistlichen Leben seiner Mitglieder fördert und unterstützt.
Der Sinn für das Konkrete
Der Pfadfinder führt kein virtuelles, sondern ein konkretes Leben. Neben der intellektuellen und theoretischen Schulbildung betont das Pfadfindertum die Entwicklung der Kreativität, die handwerkliche Geschicklichkeit, die praktische Veranlagung für die Auffassung der Realität im Bewusstsein der Fähigkeit jedes Einzelnen.
Gesundheit und körperliche Entwicklung
Die Pfadfinder leben in freier Natur. Sie ermöglicht es den Kindern und Jugendlichen ein Gleichgewicht in ihrem Leben mit der Natur und ihrem Körper zu finden. Sie ist eine wunderbare Schule, in der die Dynamik, die Ausdauer und die Beweglichkeit entwickelt werden und welche sich bemüht die Grundregeln der Hygiene zu vermitteln. Das Pfadfindertum ermöglicht den Jugendlichen ihren Körper zu beherrschen und zu respektieren, besonders im Kampf gegen jede Sucht (Tabak, Alkohol, Drogen, Computerspiele, ...).
Die Bildung des Charakters
Dank des Gemeinschaftslebens in dieser Schule der Natur entwickelt der Pfadfinder die für eine starke Persönlichkeit nötigen Qualitäten: Wille, Mut, Ausdauer und Selbstüberwindung. Sie hilft jedem Jugendlichen Selbstvertrauen zu finden, lehrt sie Lebensfreude und lädt jeden ein eine gute Laune zu verbreiten. Die Pfadfinderschaft will auch die mit Informationen überhäuften Jugendlichen urteilsfähiger machen. In der Pädagogik der Räte (Patrullenrat, Trupprat, Ehrenrat…) entwickelt der Pfadfinder seine Urteilsfähigkeit, seine Kritikfähigkeit, seine Feinsinnigkeit, seine Scharfsinnigkeit und seine Aufmerksamkeit gegenüber Anderen.
Der Sinn für den Dienst
Die Pfadfinderschaft ist eine Schule des Dienstes, des Respekts und des Vertrauens in den Anderen. Ihr Ziel ist sich dem Anderen zuzuwenden und die eigenen, großzügigen Fähigkeiten zu benutzen, um schrittweise zu entdecken, dass das wahre Glück sich im Dienst und in der Selbstaufopferung zu finden ist. Das Pfadfinderleben hat nur dann einen Sinn, wenn es zum Dienst der Anderen führt. Deswegen wird das Pfadfindertum auch als „Bürgersinn in der Schule von Wäldern“ genannt. „Semper Parati“ („Allzeit bereit“): so lautet die Devise der Pfadfinder in der ganzen Welt. Sie drückt sehr gut unseren Willen zu dienen aus.
Der Sinn für Gott
Die Pfadfinderschaft ist eine Gelegenheit für jeden Jugendlichen, die Anwesenheit Gottes in seinem Leben zu entdecken: in ihm und in den Anderen Gott besser kennen zu lernen und sein Leben im Licht des Evangeliums zu leben. Die Pfadfinderschaft will jedem helfen, den Sinn seines Lebens zu finden.
Die Komplementarität der Reichtümer
Im Rahmen von homogenen und getrennten Einheiten fördern und respektieren die Pfadfinder Europas die Bildung der spezifischen Identität jedes einzelnen. Gleichzeitig streben sie danach, die gegenseitige Ergänzung entdecken zu lassen, indem sie Mädchen und Burschen in zwei getrennte, aber gleich funktionierende Bünde aufnimmt. Die Bünde teilen dieselben Regeln, dieselben Ziele und dasselbe Ideal. In jeder Stufe handeln die Verantwortlichen, Frauen wie Männer, paritätisch und gleichberechtigt.
"EIN FORTSCHREITEN IM RHYTHMUS VON JEDEM UND DIE DEFFERENZIERTE ERZIEHUNG VON MÄDCHEN UND BURSCHEN"
Die Freiheit sich selbst zu sein
Die Pfadfinder Europas haben sich entschieden, Mädchen und Burschen zu erlauben, ihre spezifische Identität auszudrücken und zu festigen. Ihre körperlichen und psychologischen Notwendigkeiten, ihre Interessen, ihre Persönlichkeitsausdrucksweisen sind verschieden. Die Aktivitäten der Pfadfinder sind Orte der Freiheit, wo Mädchen und Burschen in jeweils ihrem Teil der Partitur spielen können, wo sie den Reichtum und die Harmonie von ihrem eigenen Ruf und ihrer Ergänzung langsam entdecken können.
Drei Altersstufen
Die Organisation des Verbands besteht aus drei Altersstufen:
Von 8 bis 12 Jahren treffen sich die Wölflinge in der Meute. Sie bilden eine «glückliche Familie» und folgen die Spuren Mowglis im „Dschungelbuch“.
Von 12 bis 17 Jahre erleben die Pfadfinder und Pfadfinderinnen die großen Abenteuer des Pfadfindertums in einem Trupp aus einigen Patrullen (6-8 Jugendliche). In diesem Alter basiert alles auf dem Patrullensystem, dass die Entwicklung der Jugendlichen durch den Jugendlichen fördert. Die Größeren helfen den Jüngeren anhand von Techniken und dem Spiel in der Natur Fortschritte zu machen.
Ab 17 treffen sich die Rover in einem Clan, die Ranger in einem Feuer für starke Momente der Freundschaft, des Dienstes, der Einkehr und des Abenteuers auf den Pfaden Österreichs und der Welt. Die ältere Rover und Ranger sind für die Pädagogik des Pfadfindertums zuständig, sie organisieren die Aktivitäten und gewährleisten die Logistik.
Zeichen der Einheit unter Pfadfindern: die Uniform und das Zeremoniell
So wie jede Jugendgruppe tragen die Pfadfinder Europas Zeichen der Anerkennung und Identität, die aus der langen Geschichte des
Pfadfindertums stammen. Die Uniform bezeugt die Zugehörigkeit zu der gleichen Gemeinschaft während das Zeremoniell die Gesinnung auf dasselbe Ideal zusichert.
"EINE AUF DEM VERTRAUEN GEGRÜNDETE AKTIVE METHODE"
Das Pfadfindertum nimmt den Jugendlichen ernst und vertraut ihm. Dank altersadaptierten Methoden wird er immer mehr fähig, sich zu engagieren und wahre und angemessene Verantwortung zu übernehmen.
Die Verantwortung
Die Pfadfinderschaft, die das Versprechen jedes Jugendlichen ernst nimmt, lässt jeden Pfadfinder wachsen. Er wird schrittweise seinem Alter und seinen Fähigkeiten gemäß mit Verantwortung betraut. In jeder Altersstufe erlebt er eine wachsende Selbstständigkeit in Kleingruppen.
Eine schrittweise Autonomie
Für die Jüngsten (8 bis 12 Jahre) werden die Aktivitäten immer auf der Ebene der „Meute“ genannten Einheit organisiert, die der Verantwortung eines Wölflingsmeisters, Akela genannt, unterliegt. Jede Einheit bzw. Meute zählt bis zu 24 Kinder, die in Rudeln aufgeteilt sind, sodass jeder seinen Platz finden kann.
Das Grundprinzip einer „Patrulle“ ist die ständige Organisation in einer kleinen autonomen Gruppe von 5 bis 8 Jugendlichen, im Alter von 12 bis 16 (max. 17) Jahren. Sie wird von einem aus ihrer Gruppe, der Kornett, geleitet. Alle Aktivitäten, sowohl während des Jahres und während der Lager spielen sich im Rahmen der Patrulle ab. Jede Patrulle bildet eine jugendgemäße Mikrogesellschaft, die ihre großen Projekte und eigenen Herausforderungen wählt. Daher hat jede Patrulle seine eigene Geschichte, seine Erfolge, seine Abenteuer, seine Traditionen und sein Material. In der Patrulle hat jeder eine wichtige Rolle und Aufgabe zu erfüllen: das sind die Patrullenämter. Die Feldmeister wählen die Patrullenführer bzw. den Kornett nach seiner Reife, seiner Erfahrung, seiner Einstellung und seiner Begeisterung aus. Sie wachen über seine Bildung dank spezifischer Aktivitäten und überwachen die Organisation und den Verlauf der Patrullenaktivitäten.
Eine wahre Autonomie
Die Pfadfinder übernehmen nicht symbolisch, sondern ganz konkret Aufgaben: Mahlzeiten vorbereiten, Nahrungsmittel einkaufen, Reisen organisieren, Essen kochen, wirtschaften, ihr Material pflegen, die Aktivitäten vorbereiten, Lagerorte
finden und Lager aufbauen. Alle diese Aufgaben bleiben in der Verantwortung von jedem Kornett oder dem Feldmeister. Die Patrullen organisieren selbstständig ihre Aktivitäten: Tagestouren, Wochenenden, dreitägige Explorationen. Je älter die Pfadfinder werden, umso selbständiger sind sie. Unternommen werden Raids, das heißt Wanderungen, zu zweit oder zu dritt, oder allein für die Ältesten. Die Raids sind ein wesentliches Mittel für ihre weitere Entwicklung.
Eine kontrollierte Autonomie
Die Feldmeister sorgen dafür, dass alle Aktivitäten gut ablaufen und dass der Verlauf, der Geist, der Stil, die Stimmung und das persönliche Fortschreiten gewahrt werden. Das gilt für die Führungen in jeder Altersstufe: Wölflingsmeister für die Meute, Feldmeister für den Trupp, Rovermeister für den Clan. Die Aufgabe des Kornetts ist eine große Schule des Dienstes und der Verantwortung, in welcher der Schlüssel des Pfadfinderums zu finden ist. Mehrere Patrullen bilden eine größere Gruppe, den Trupp, und wetteifern während der Aktivitäten in Patrullen. Während der Räte werden die Aktivitäten mit den Kornetten vorbereitet, nachbearbeitet und eingeschätzt.
Das Engagement: das Gesetz, unsere Spielregel
Es ist nur möglich den Jugendlichen Verantwortung zu geben, weil alle denselben Regeln folgen: dem Pfadfindergesetz. Es verbietet nichts, sondern fordert Werte und positive Einstellungen. Mehr als eine Spielregel bietet es einen wirklichen Lebensvertrag, der den Stil und das Ideal des Pfadfinders erläutert. Durch das Versprechen nimmt jedes Mitglied freiwillig an, dem Gesetz zu gehorchen und den Anderen zu dienen. Die Stärke der Pfadfinderschaft liegt im Ehrenwort jedes Pfadfinders.
Das Pfadfindergesetz
1. Die Ehre der Pfadfinders besteht darin, Vertrauen zu verdienen.
2. Der Pfadfinder ist treu und setzt sich ein für sein Land, seine Eltern, seine Feldmeister und alle, die ihm Anvertraut sind.
3. Der Pfadfinder dient seinem Nächsten und begleitet ihn auf dem Weg zu Gott.
4. Der Pfadfinder ist Freund aller Menschen und Bruder aller Pfadfinder.
5. Der Pfadfinder ist höflich und ritterlich.
6. Der Pfadfinder sieht in der Natur das Werk Gottes: er liebt Pflanzen und Tiere.
7. Der Pfadfinder gehorcht aus freiem Willen und macht nichts halb.
8. Der Pfadfinder beherrscht sich; er lacht und singt in Schwierigkeiten.
9. Der Pfadfinder ist sparsam und einfach und behandelt fremdes Gut sorgfältig.
10. Der Pfadfinder ist rein in Gedanken, Worten und Werken.
Die Prinzipien
1. Die Pflicht des Pfadfinders beginnt zu Hause.
2. Verantwortungsbewusst gegenüber seinem Lnd tritt der Pfadfindr für ein freies und brüderliches Europa ein.
3. Als Sohn der Kirche ist der Pfadfinder stolz auf seinen Glauben. Er arbeitet daran, das Reich Christi in seinem eigenen Leben und in der Welt, die ihn umgibt, zu errichten.
Das Gesetz und die Prinzipien sind die Fundamente unseres Pfadfindertums. Sie legen unser pfadfinderisches Ideal fest und sagen, in welcher Hinsicht wir es in uns wachsen lassen sollen
"DIE AKTIVITÄTEN: SCHÖN, EINFACH UND FRÖHLICH"
Das Spiel und das Abenteuer
Das erste Abenteuer besteht darin seine Freunde ohne Eltern zu treffen; bei den Pfadfindern entstehen feste und lange Freundschaften und eine wahre und wachsende Freiheit wird entdeckt. Bei den Wölflingen bestehen die Aktivitäten immer aus kleinen oder großen Spielen. Das freie Spiel ist für das Leben eines Kindes am wichtigsten; es verwirklicht sich dadurch, blüht darin auf und zeigt seine Fähigkeiten. Das Abenteuer ist das Stichwort des Lebens der Pfadfinder. Spielerisch ermöglicht das Abenteuer den Jugendlichen Herausforderungen, Projekte, Träume und Vorstellungen zu verwirklichen. Meistens sind die Lager der Rover nomadisch und werden deshalb „Fahrten“ genannt, ob auf den Straßen und Jakobswegen von Europa und der Welt oder zu heiligen Orten, wie Santiago de Compostela.
Das Leben in der Natur
Die Tagestouren und die Wochenenden finden in der Natur statt, um während des Jahres das Sommerlager, den Höhepunkt des Pfadfinderjahres, vorzubereiten. Die meisten in Städten wohnenden und von der Natur entfernten Jugendlichen können dank der Pfadfinderschaft die Rhythmen und die Zyklen der Natur entdecken: die Notwendigkeit der Anpassung an die Wirklichkeit und an die Zwänge der Natur, die Bewunderung ihrer Schönheit und die Wichtigkeit sie zu respektieren.
Wahre Erbauer!
Das Lager wird von den Pfadfindern selbst installiert: sie stellen ihre Zelte auf, erstellen Lagerbauten aus Holz oder Stein mit den Holzwerk-Techniken und zeigen dadurch ihre Fähigkeiten sich durchzuschlagen. Oft sind Ihre Werke bewundernswert: Feuertische, in der Höhe aufgebaute Zelte, Iglus und Brücken! Naturverbunden leben sie im Lager mit einfachen aber nicht unbedingt unbequemen Mitteln: so können sie sich mit durch Feuer erhitztem Wasser duschen und abwaschen, in handgearbeiteten Backöfen kochen, bequeme Hängematten im Zelt flechten, usw. Im Dienst der Anderen Das Pfadfindertum will Bürger erziehen, die für die Anderen sorgen. Sie bereitet die Kinder und die Jugendlichen anhand von Aktivitäten individuell (wie durch die berühmte tägliche gute Tat) oder in Gruppen vor. Die Pfadfinder/innen sind in Krankenhäusern oder Altersheimen zu finden, um Freude zu bringen, oder bei der Reinigung eines Lagerortes.
Mit einfachen Mitteln
Die Pfadfinderschaft ist mit wenig zufrieden. Sie zeigt den Kindern und den Jugendlichen, dass man fröhlich auch mit einem reduzierten Komfort leben kann. Gute Schuhe, ein Rucksack, gute Stimmung, das allein reicht für eine Pfadfinderaktivität! Die Lagerbauten werden von den Jugendlichen aufgestellt, genauso ist es bei allen Aktivitäten, die grundsätzlich von den Jugendlichen gemacht werden. Sie eignen sich Kompetenzen in verschiedenen Bereichen für das Leben in der Natur an. Dabei verwenden sie mehrere Techniken: Holzarbeit, Kochen, Orientierung, Ausdruck, Rettungswesen, Kommunikation usw. Die Pfadfinder Europas benützen aber auch die modernen Techniken: sie können das Internet nützen, Videos drehen, segeln, Ski oder Kajak fahren. Wichtig ist, dass der Jugendliche wahre Verantwortung ausüben kann, und nicht nur als Verbraucher dasteht.